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Seit Beginn der Siebzigerjahre zeichnete sich der Bedarf für ein drittes Gymnasium im Würmtal ab. Das Kurt-Huber-Gymnasium in Gräfelfing und das Otto-von-Taube-Gymnasium in Gauting waren an der Grenze ihrer Kapazität angelangt. Außerdem wurde der Ruf nach einem mathematisch-naturwissenschaftlichen Gymnasium immer stärker - ein Ausbildungszweig, den die beiden bestehenden Gymnasien im Würmtal nicht anbieten.
Die Regierung von Oberbayern wandte sich 1972 an die Landkreise München und Starnberg mit der Bitte, geeignete Maßnahmen zum Bau eines weiteren Gymnasiums einzuleiten. In einem interkommunalen Ausschuß suchten die Gemeinden Krailling und Planegg gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten. Im gleichen Jahr konstituierte sich ein Förderverein, der entscheidend dazu beitrug, daß die Notwendigkeit eines weiteren Gymnasiums allseits anerkannt wurde. Obwohl die Finanzierung nach Art. 4 Abs. l des Schulfinanzierungsgesetzes Sache der Landkreise ist, war allen Beteiligten klar, daß bei der Vielzahl weiterführender Schulen, die in den letzten Jahren gebaut wurden oder noch im Entstehen sind, die Landkreise mit dieser Aufgabe überfordert wären. Letzten Endes hätten die Gemeinden über eine dann notwendige Erhöhung der Kreisumlagen die Kosten wieder aufgebürdet bekommen. Krailling und Planegg, später auch die Gemeinde Neuried, waren daher bereit, zusammen mit dem Landkreis München einen Zweckverband gemäß Art. 18 des Gesetzes über Kommunale Zusammenarbeit zu gründen mit dem alleinigen Zweck, gemeinsam ein drittes Gymnasium im Würmtal zu bauen. Der Landkreis Starnberg, dem die Gemeinde Krailling angehört, trat dem Zweckverband aus grundsätzlichen Erwägungen nicht bei, beteiligt sich aber am Finanzierungsanteil Kraillings.
Nach langwierigen Verhandlungen und Beratungen in den kommunalen Gremien kam es 1975 dann zur Gründung des Zweckverbandes Staatliches Gymnasium im Würmtal. In der konstituierenden Sitzung am 30. April 1975 wurde Planeggs Bürgermeister Richard Naumann zum Vorsitzenden gewählt. In seiner Amtszeit wurde der Architektenwettbewerb durchgeführt und die Kaufverhandlungen für das Schulgrundstück wurden zu einem erfolgreichen Abschluß gebracht. Seit 20. Juni 1978 ist Ladislaus Wolowicz, 1. Bürgermeister von Neuried, Vorsitzender des Zweckverbandes. Er konnte, aufbauend auf die hervorragende Vorarbeit seines Kollegen Naumann, im April 1979 mit dem Bau des Gymnasiums beginnen.
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